Der erste A-Workingtest….

Juni 29, 2010 2 Kommentare

Wer Lou und mich kennt, weiss dass wir eigentlich  immer ohne Schuß trainieren, und eher selten zusammen mit anderen. Durch die lange Trainingspause über Winter und Nicht-Trächtigkeit, waren wir auch wirklich nicht fleissig im Training.
Dass das seinen Tribut fordern würde war mir völlig klar, und ich war ganz ehrlich mit dem Vorsatz in den WT gegangen:

Sowenig Nullen wie möglich, bzw. die Aufgaben die wir schaffen, so gut wie möglich lösen .

Da Lou am Ende des Showtages zu Hause nur noch ins Koma fiel, war ich gespannt wie sie Sonntag drauf sein würde. Aber entgegen meinen Befürchtungen war sie energiegeladen wie eine Bombe und fing im Auto an zu Jammern als wir am Ziel durch den Wald fuhren zum Gelände.
Nach Anmeldung und Co. gings dann los.
Bezeichnenderweise hatten wir auch noch die Startnummer 1 – das hätte mir vorher klar sein müssen.
Es gab 3 Stationen, an denen jeweils 2 Aufgaben gearbeitet wurden.
Wir begannen bei Michael Renner mit folgender Aufgabe:

Kleine Suche und Markierung:
Es starteten zwei Teams miteinander.
Zuerst etwa 10 m Fußgehen. Der rechte Hund wurde dann rechts in eine kleine Suche geschickt, in der 5 Dummys lagen. Gebiet etwa 20m auf 20m, niedrige Fichten. Es sollte ein Dummy geholt werden. Sehr wichtig war dem Richter die Fußarbeit. (Danke Heike für die Aufgabenbeschreibungen!)

Lou lieferte saubere Fußarbeit ab und durfte als erstes und ich atmete innerlich etwas auf, denn Lou war am obersten Energielevel angelangt, und weil sie ein Hund ist, der das durch Bewegung abbaut, erhoffte ich mir durch die Suche etwas Entlastung.
Lou ging wie eine Rakete rein , hatte innerhalb 5-10 Sekunden das Dummy und war auch schon wieder zurück. Soviel dazu, Energie durch Bewegung abbauen….Danach war der Partner dran und Lou musste warten (da merkte ich schon dass sie immer noch vibrierte).
20 Punkte

Jetzt wieder etwa 10m Fußgehen. Es fällt eine Markierung. Entfernung etwa 40-50 Meter. Zuerst der eine Hund, dann der andere.Fallstellen jedoch nicht sichtig – nur ein kleiner Teil der Flugbahn wegen vieler Bäume im Wald.

Das Fußgehen war noch in Ordnung, aber mein Puls war währenddessen schon bei 500 000, ich hörte nur noch mein Herz im Hals Wummern . Lous Markierung fiel, aber offensichtlich hatte sie absolut nichts gesehen, sie sah zwar in Richtung Schuß, aber nahm das Dummy nicht wirklich wahr. Plötzlich sprang sie ein und ich stoppte sie innerhalb drei Metern mit einem “Sitz”, als der Richter zu mir sagte, der Hund wäre doch frei . Ich hatte nicht gemerkt , dass er mich angetippt hatte , und hatte  meinen Hund noch zusätzlich verwirrt . Ich liess sie dann gehen und sie suchte sich von den Helfern Richtung Dummy  aber blieb immer zu kurz um Wind zu bekommen. Zweimal konnte ich sie nach rechts einweisen – leider nicht weit genug, aber da wir damit noch nicht sooo weit sind, habe ich danach abgebrochen und sie zurückgeholt( Dass mir dieses “ohne Erfolg” zurückholen noch Probleme bereiten sollte, wußte ich da noch nicht.) Da ist mir wichtiger , dass mir mein Hund vertraut. Sie hat ihre Sache so gut gemacht wie sie konnte, Führerfehler der übelsten Sorte .
0 Punkte.

Weiter gings zu Iris Renner , Aufgabe 3 und 4 .

2 Markierungen
Es starteten wieder 2 Teams:
Zuerst etwa 20m Fußgehen zur Richterin hin. Dann stand man an einem Abhang im Wald. Zuerst wurde rechts eine Markierung beschossen. Entfernung 40m, niedriger Bewuchs.

Ich richtete Lou aus auf die rechte Markierung und als der Schuß fiel sah Lou genau im 90 Grad Winkel auf den gegenüberliegenden ansteigenden Hang und sah – was auch immer, aber sicher nicht die Markierung – ich versuchte noch sie auf die Helfer einzuweisen, aber Lou wollte nur noch dorthin wo sie den Schuß vermeinte wahrgenommen zu haben , da der Schall von dort kam war für sie klar, da muss es gewesen sein. Also holte ich sie zurück – ohne Erfolg zum 2. Mal .
0 Punkte

Danach wurde für den linken Hund links eine Markierung beschossen. Entfernung etwa 50m. Gelände mit etwas Altholz.
Dann Wechsel der Positionen und Gleiches nochmal.

Ich richtete Lou nach links aus , während der andere Hund die rechte Markierung arbeiten sollte. Deren Schuß fiel und als könne sie es nicht glauben, startete mein Hund einfach vor mir gerade den Hang hinunter (NICHT Richtung des arbeitenden Hundes!) . Ich stoppte sie nach einigen Metern und damit hatten wir da auch eine Null.
Erst einige Stunden später wurde mir klar wieso sie das tat – sowas hatten wir noch nie. Die Richterin gab uns (im Nachhinein GOTTSEIDANK) die Möglichkeit die Aufgabe mit der linken Markierung trotzdem noch zu arbeiten , und ich denke da löste sich der Knoten bei meinem Hund wieder. Schuß und Markierung fallen – Lou sitzt bis zur Freigabe und ist blitzschnell unten und auch wieder da – Punktlandung . Die Richterin meinte noch, tolle Arbeit, aber leider
0 Punkte

Mein Hund entspannte sich zusehends nach dem Erfolg und lag in der Wartezone quer auf dem Fuß-Weg , den Bauch nach oben gereckt und war einfach nur gut drauf.

Letzte Station:
Marianne Walheim: Mark und “Blind”
Man startete allein .
Zuerst abgeleint Fußgehen zur Richterin, etwa 15m im Wald steil bergab. Dort wurde die Aufgabe erklärt.
Es fällt eine Markierung, etwa 50m vor uns. Die Hunde mussten zuerst durch etwas höheren Bewuchs (junger Fichtenbewuchs) auf ein kleines Plateau. Dort lag das Dummy. Man durfte nach Freigabe schicken.

Ich begann die Aufgabe mit einem “Verwirrten Hundeführer- Special”. Ich wurde angewiesen den Hund an einem Baum abzusetzen, abzuleinen und dann zur Richterin gehen.
Gesagt – getan. Ich gebe Lou nochmal das Sitz und gehe zur Richterin. Etwas schräge Blicke im Rücken lassen mich nochmal umsehen,
vielleicht sollte ich den Hund ja doch lieber mitnehmen ? :D .
Wir bekommen die Aufgabe erklärt, Lou sondiert das Gelände und sitzt ruhig neben mir. Markierung fällt und auf Freigabe flitzt Lou im Tiefflug durch den Bewuchs, kerzengerade Linie zur Fallstelle , und nimmt auch den direkten Weg zurück genauso schnell.

Belohnung:20 Punkte

Dann:
Schuss und eine Markierung wird von unten nach oben Richtung Hund geworfen. Entfernung vielleicht 10-15m.
Diese Verleitung wurde vom Hundeführer selbst geholt. Danach musste man den Hund nochmals durchschicken auf ein Blind, das auf der gleichen Stelle lag, wie vorher das 1. Mark.

Ich gebe Lou nochmal ein eindringliches Sitz und dann fällt die Markierung, ich gehe und hole sie , sie sitzt!!!
Ich richte Lou auf das Plateau aus, merke dass der Hund sich durchspannt wie ein Bogen und auf mein VORAN! fliegt sie in kerzengerader Linie auf das Plateau, findet und ist wieder zurück ehe man sich versieht. Das brachte uns einen kleinen Szenenapplaus ein und ein Lob der Richterin, das ich sicher nie vergessen werde.

20 Punkte

Zusammenfassend kann ich sagen : Mission erfüllt! Wir haben gleich 3 Aufgaben mit der bestmöglichen Punktzahl geschafft, was will man mehr. Ich war sehr zufrieden mit meinem Püppchen und ihrer Leistung. Für Führerfehler und mangelndes Training und Erfahrung muss leider ICH einstehen.
Der Workingtest war toll organisiert und es herrschte stets eine freundliche und entspannte Stimmung auf dem gesamten Gelände.
Danke für dieses tolle Wochenende liebe Veranstalter, Helfer und Mit-Starter!!!

Lous Wesenstest

Dezember 5, 2009 7 Kommentare


Die 24 Monate alte Golden Hündin zeigte sich sehr bewegungsfreudig. Sie ist sehr aufmerksam und ausdauernd im Verfolgen von Zielen. Sehr hoch ist ihr Spielverhalten. Die Hündin ist temperamentvoll. Stark ausgeprägt ist das Beuteverhalten.
Sie hat eine enge Bindung und gute Unterordnungsbereitschaft. Im Kontakt mit Fremdpersonen verhält sie sich freundlich und sicher. In der Seitenlage und in der Gasse  ist sie belastbar, ebenso im optischen und akkustischen Bereich. Die Hündin ist schußfest.
(H. Karrenberg)

Wesenstest Herzogenaurach, 5.12.09

Wesenstest Herzogenaurach, 5.12.09

Nach mehreren Melde-”Anläufen” sind wir stolz dass Lou heute unter H.Karrenberg den Wesenstest in der BZG Franken bestehen  und somit alle nötigen Prüfungen für die ZZL sammeln konnte. Wir können nun die ZZL beantragen !
Ein herzliches Dankeschön für den toll organisierten Wesenstest an die die Sonderleiterin Kerstin Graf sowie das ganze klasse Helferteam !

Dummy A bei München

September 26, 2009 Bisher keine Kommentare

Lou besteht unter Richter Michael Renner mit 59 Punkten und dem 4. Platz “gut” die Dummy A !
Sie bekam 12 – 16 – 15 – 16 Punkte und wir freuen uns riesig!

Es war ein rundum gelungener Tag in einem absolut traumhaften Gelände mit einer  tollen Organisation und wirklich netten Teilnehmern,Helfern und Richtern. Herzlichen Dank an die BZG Oberbayern!

Bilder von der Prüfung (Copyright by Sabrina Beerbaum)

Munich Cup ’09 – Schnupperklasse

August 31, 2009 1 Kommentar

Lou und ich wagten uns wieder an den Start in der Schnupperklasse. Da Lou bei der ersten Aufgabe einsprang, konnten wir leider nicht bestehen, waren aber bei den anderen Aufgaben dann viel konzentrierter : 0-18-19-10-20 Punkte.
Ergebnisliste Schnupperklasse Munich Cup
Die weiteren 4 Aufgaben hat sie wirklich toll gearbeitet, so dass wir “really nice dog” und mehrmals “well done” mit nach Hause nehmen konnten. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spunkhund, sie hat sich wacker geschlagen!
Fotos mit freundl. Genehmigung von Stefan Geyer | www.fotografie-erlebnis.de

Aufgabe 1: (Richter: Roger Tozer)
-Beschreibung fehlt noch -

Bei dieser ersten Aufgabe reichte für Lou schon das “brrrbrrrr” des Richters und das fliegende Dummy um die Welt um sich herum zu vergessen und sie sprang ein. Den Rest der Aufgabe hat sie schön gearbeitet und bekam trotz null ein “really nice dog”-Trostpflaster vom Richter .

Aufgabe 2- Einzel-Walkup (Richter: Mark Bettinson) Munich Cup 2009

Hund und Hundeführer stehen am Rand einer Wiese mit tiefem Bewuchs,rechts und links der Mitte der Wiese stehen jeweils Schütze und Werfer.Hund und HF gehen frei bei Fuß ca 10 Meter in die Wiese, dann fallen in Folge 3 Markierungen (mit Schuß) Richtung Mitte (Bewuchs ist vom Vortag dort schon etwas niedergetrampelt).
Danach wird 180 Grad gedreht und Hund und HF gehen zurück zum Ausgangspunkt.
Auf Richterfreigabe darf der Hund geschickt werden. Ist der Hund mit Dummy 1 zurück,wird er auf das zweite Dummy geschickt.(Distanz ca. 30 Meter).

Lou war bei dieser Aufgabe zwar immer noch “on her toes” und etwas zu angespannt, aber sie war am Ende  steady und holte pfeilschnell 2 Markierungen. “18 Points  – good girl”

Aufgabe 3- Memory und Markierung (Richter: John Stubbs)

Hund und HF stehen an der linken Ecke eines ca.20m breiten Wiesenstreifens, der rechts leicht abfällt und von einem Graben und Wald begrenzt wird und links von einem Maisfeld.  Team geht mit dem Richhter parallel zur Maisfeldkante ca 15m unangeleint, dann wird angehalten und das Team dreht sich um 180 Grad. Der Richter wirft ein Dummy weitere 15 m hinter das Team an den Rand eines Strauchs.
Dann geht das Team zurück zum Ausgangspunkt und auf Freigabe darf der Hund geschickt werden.

Danach wird der Hund ca. 60 Grad vom Maisfeld weggedreht Richtung Wiese/Wald  und Richter wirft eine Markierung ca 25 Meter relativ nah an den Grabenrand. Auf Richterfreigabe darf der Hund geschickt werden .

Bei dieser Aufgabe war Lou dann hochkonzentriert und inzwischen sehr viel ruhiger  – saubere Fußarbeit, kein zucken und “hin-aufnehmen-zurück”. Brachte uns ein Lob dafür ein, dass ich dem Hund vertraut habe und mich nicht via vorschnellem  Suchenpfiff eingemischt habe  – 19 Punkte.
Munich Cup 2009

Aufgabe 4- 2 Wassermarkierungen (Richter: Rupert Hill)
Hund und Hundeführer stehen am Uferrand, ca 3m vor der Wasserkante, links neben einem Steg.
Es fällt eine Markierung mit Schuss ca 10 Meter ins Wasser, auf Richteranweisung darf man den Hund schicken. Danach dieselbe Aufgabe, nur das Dummy fällt mit Schuss ca. 20 m ins Wasser.
Nach Richterfreigabe durfte der Hund das Dummy holen.

Lou nahm die Wasserkante schön an (das war meine größte Sorge )  – spuckte aber dafür beide male das Dummy aus und schüttelte sich. Aufgrund unserer Wassereinstiegsbaustelle und dem Training dafür, dachte Lou nach den Dummies gleich planschen gehen zu dürfen und ich musste sie erst daran erinnern wieder bei mir einzuparken – brachte uns ziemlich erheiterte Zuschauer und Richter und großzügige 10 Punkte.

Aufgabe 5- Markierung im Wald (Richter: Phil Parkins)
Hund wird abgeleint und Hund und Hundeführer gehen ca 10 m einen Trampelpfad entlang bis zu einem vorher festgelegten Baum. Dann fällt eine Markierung mit Schuß in ca 15 m Entfernung von links des Trampelpfades nach rechts. Auf Richterfreigabe darf der Hund geschickt werden.

Bei dieser Aufgabe war Lou perfekt – Fußarbeit – Steadyness und Punktlandung, brachte uns dann auch  20 Punkte.

Der Munich Cup 09 war ein richtig tolles Rundumerlebnis, und wir werden nächstes Jahr sicher wieder dabei sein – Danke an das gesamte Munich-Cup-Orga-Team für die tollen Tage!!!



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